Fidelis Schönlaub

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Fidelis Schönlaub

Fidelis Schönlaub (* 24. April 1805 in Wien; † 20. Dezember 1883 in München) war ein österreichischer Bildhauer.

Leben und Wirken

Er war zunächst Schüler bei seinem Vater Franz Schönlaub, Hofbildhauer in Wien. Von 1819 bis 1829 studierte er an der Akademie der bildenden Künste in Wien und seit 1830 bei Ludwig Schwanthaler an der Kunstakademie in München. 1832 unternahm er eine Studienreise nach Rom, danach arbeitete er von 1833 bis 1835 im Atelier Schwanthalers in München. Ab 1835 war Schönlaub selbstständiger Bildhauer in München und wandte sich besonders der Kirchenkunst zu. Unter anderem stattete er 1846 bis 1848 die Kirche St. Bonifaz in München aus, auch am Regensburger Dom war er tätig.

Der Passauer Bischof Heinrich von Hofstätter rief Schönlaub ab 1860 nach Passau, wo er für die St. Johannkirche am Rindermarkt Reliefs der Lebensgeschichte des Kirchenpatrons schuf. Für die Neugestaltung der Marianischen Votivkirche lieferte er 29 Reliefs, nämlich Kreuzwegstationen und Rosenkranzgeheimnisse sowie ein Figurenfries von 46 bayerischen Landesheiligen, die jedoch bei der Neugestaltung der Kirche 1964 zerstört wurden. Für die Domfassade lieferte er bis 1875 fünf Kolossalstatuen aus Stein, die bei der Neugestaltung der Fassade 1896 wieder entfernt wurden und sich jetzt im Hof des Seminars St. Stephan befinden. Bei der Restaurierung der Heilig-Geist-Kirche wurde ein 1864 von Schönlaub angefertigter zehnteiliger Reliefzyklus aufgedeckt, der seither in monochromer Fassung wieder zu sehen ist.

Literatur

  • Franz Mader, Stadtarchiv Passau: Tausend Passauer. Passau 1995, ISBN 3-924484-98-8 (S. 209)
  • Hans-Michael Körner (Hg. unter Mitarbeit von Bruno Jahn): Große Bayerische Biographische Enzyklopädie, Band 3 P-Z, K. G. Saur München 2005, ISBN 3-598-11460-5

Weblinks