Rattenberg

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Rattenberg
Das Wappen von Rattenberg


Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Straubing-Bogen
Höhe: 560 m
Fläche: 30,23 km²
Einwohner: 1.841 (31. Dezember 2020)
Postleitzahl: 94371
Vorwahl: 09963
Kfz-Kennzeichen: SR
Website: www.rattenberg.de
Erster Bürgermeister: Dieter Schröfl (CSU)

Rattenberg ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen und staatlich anerkannter Erholungsort.

Das Rathaus von Rattenberg
Die Pfarrkirche St. Nikolaus

Geographie

Rattenberg liegt auf einer Erhebung im Perlbachtal im Nordwesten des Vorderen Bayerischen Waldes.

Ortsteile

Ortsteile sind Almhofen, Altwies, Aufeld, Auwies, Baumgarten, Bremeck, Bruckhof, Bühlhof, Buglmühl, Engelsdorf, Friedenstadl, Gneißen, Grub, Haderhaus, Hammersdorf, Hinterfelling, Hochholz, Hochwies, Hubing, Irlmühl, Kellburg, Kriseszell, Maierhof, Maulendorf, Moosmühl, Neuhammer, Neurandsberg, Oberbocksberg, Obergschwandt, Oberstein, Oberumwangen, Ödhof, Pareszell, Redlmühl, Renften, Riedelswald, Schergengrub, Siegersdorf, Steinachern, Stockhaus, Stockmühle, Untergschwandt, Unterholzen, Unterstein, Unterumwangen, Vorderfelling, Vornwald, Wassesbühl, Weberhäusl, Weidenhof, Weidenschaft, Weisholz, Wies, Zellwies, Zierling und Ziernberg.

Geschichte

Mit einer Urkunde aus dem Jahr 1105 vermachte der mit den Grafen von Bogen nahe verwandte Regensburger Domvogt Friedrich III., seine Gattin sowie sein Bruder und sein Sohn dem Kloster Oberalteich einen Hof in Rogitinperge. Hier entstand nach der Ansiedlung des ersten Hofgutes eine kleine Bauernsiedlung welche sich „Gemain ze Rottnperg“, später „Dorfgemain Rotnperch“ nannte.

Der Name ist vermutlich von einem Personennamen (Rapoto, Rado, Rato, Raid, Reito) hergeleitet, es können aber auch andere Deutungen nicht ausgeschlossen werden. Als Schreibweisen treten auf Reitinberge (1186), Raitenperg (1274), Raytenperg (1409), Rattnperg (1567), Ratenperg (ca. 1579) und ab 1665 Rattenberg.

In den Quellen des 15. Jahrhunderts erscheint Rattenberg als Schergenamt des Gerichts Mitterfels. Mit dem Abschluss der Gemeindebildung 1821 kam Rattenberg zum Landgericht Mitterfels im Unterdonaukreis (ab 1837Niederbayern“) .

Die Gebietsreform des 20. Jahrhunderts brachte für Rattenberg am 1. Januar 1972 die Eingliederung der Gemeinde Siegersdorf und am 1. Juli 1972 von Teilen der aufgelösten Gemeinde Grub (Grub, Hammersdorf, Unter- und Obergschwandt). 1978 kam noch der Gemeindeteil Riedelswald aus der aufgelösten Gemeinde Elisabethszell dazu. Am 1. Mai 1978 wurde eine Verwaltungsgemeinschaft mit der Gemeinde Konzell gebildet. Der vierte Anlauf zur Rückgewinnung der Selbstständikeit hatte schließlich Erfolg, und am 1. Januar 1994 wurde Rattenberg aus der Verwaltungsgemeinschaft entlassen. Seit 1996 befindet sich die Verwaltung in dem neu errichteten Rathaus am Dorfplatz.

Gemeindewappen

Das seit 1970 geführte Wappen zeigt in Blau einen silbernen Widderkopf mit goldenen Hörnern, unten und beiderseits je eine goldene Kugel. Der Widderkopf, eine für "Rammer" (Schafbock) redende Figur, stammt aus dem Wappen der Herren von Ramsperg, die um 1330 die im Gemeindegebiet liegende Burg Neurandsberg erbauten. Die drei goldenen Kugeln verweisen als Attribute des heiligen Nikolaus auf das Patrozinium der Pfarrkirche von Rattenberg. Die Tingierung in Silber und Blau erinnert an die Grafen von Bogen, zu deren Rodungsland Rattenberg gehörte, und an die in der Mitte des 13. Jahrhunderts darauf folgende wittelsbachische Herrschaft.

Politik

Bürgermeister

  • Erster Bürgermeister ist Dieter Schröfl (CSU). Er wurde 2014 mit 78,86 Prozent der Stimmen gegen Josef Heigl (BP/UB) gewählt. Sein Vorgänger war Reinhard Schwarz (SPD/Freie Bürger)

Gemeinderat

Der Gemeinderat von Rattenberg hat 12 Mitglieder (+ 1. Bürgermeister) und folgende Sitzverteilung:

  • CSU/Wählergemeinschaft: 5 Sitze + 1. Bürgermeister (2008: 5)
  • SPD/Freie Bürger: 4 Sitze (2008: 4)
  • BP/Unabhängige Bürger: 3 Sitze (2008: 2)

2008 erreichten zudem die Freien Wähler 1 Sitz.

Sehenswürdigkeiten

  • Die Pfarrkirche St. Nikolaus besitzt einen Turmunterbau und eine Apsis im spätromanischen Stil, der übrige Bau ist neuromanisch und entstand 1890. An der Ostseite des Turmes befindet sich ein Steinrelief, der sogenannte Trutzkopf aus dem 12. oder 13. Jahrhundert.
  • Burgruine Neurandsberg
  • Wallfahrtskirche Mariä Geburt in Neurandsberg, erbaut 1698 bis 1700
  • Heimatmuseum Rattenberg, zeigt Geräte und Gegenstände aus Handwerk und Landwirtschaft
  • Waldlerbühne Rattenberg
  • Rattenberger Heimatfest alljährlich am 1. Juliwochenende
  • Bauernmarkt am Dorfplatz mit Verkauf regionaler Spezialitäten

Bildung und Erziehung

  • Volksschule Rattenberg (Grund- und Mittelschule)
  • Kindergarten Rattenberg
  • Vhs Außenstelle Konzell/Rattenberg/Haibach

Vereine

  • DJK Rattenberg e.V.
  • Katholischer Frauenbund Rattenberg
  • Jagdgenossenschaft Rattenberg
  • FFW Rattenberg
  • Bauernhilfsverein Rattenberg-Klinglbach
  • Bauernmarktverein Rattenberg e.V.
  • Bauernverband Rattenberg
  • Bayerischer Waldverein Sektion Rattenberg


Städte und Gemeinden im Landkreis Straubing-Bogen
Wappen Landkreis Straubing-Bogen.png

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