Karolina Karlstetter
Karolina Karlstetter (auch Karlstätter), geborene Waizenauer, (* 3. November 1831 in Wien; † 1. November 1906 in Passau) war eine Passauer Privatierswitwe und Wohltäterin.
Leben und Wirken
Geboren als Tochter eines Kleinfuhrmannes in der Wiener Rennweg-Pfarrei, kam sie später als Dienstmagd nach Wilhelming bei Münzkirchen in Oberösterreich. 1863 heiratete sie in Freinberg den Bauern Lorenz Karlstetter (1830–1905), der das elterliche Anwesen in Neunding übernommen hatte. Um 1890 zog das kinderlose Paar schließlich nach Passau und erwarb ein Anwesen in der Schmiedgasse.
Nach dem Tod ihres Mannes schenkte die schon längere Zeit schwer kranke Karolina Karlstetter mit notariellem Vertrag vom 21. März 1906 ihr Anwesen der Stadt Passau „mit der Auflage, dieses für die Zwecke einer Kinderbewahranstalt zu verwenden“. Der Magistrat „erhob sich zum Ausdruck des Dankes gegen die Stiftern [nicht nur] von den Sitzen“, sondern ließ ihren Namen auch als ersten auf dem Ehrenmal der Stadt Passau eingravieren.