Walburgskirchen
Walburgskirchen ist ein Pfarrdorf, des zum Markt Tann im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn gehört. Bis 1972 bildete es eine selbstständige Gemeinde.
Inhaltsverzeichnis
Lage
Es liegt etwa sechs Kilometer nördlich von Tann an der Staatsstraße 2090 im Tal des Grasenseeer Baches. Der Ort entwickelte sich bandartig mit Drei- und Vierseithöfen entlang der Straße. An den Hanglagen liegen einzelne Anwesen.
Geschichte
Die ursprüngliche Filiale von Pfarrkirchen wurde 1519 Benefizium, 1677 Expositur und 1691 Vikariat. Die Pfarrei Walburgskirchen wurde 1899 geschaffen. 1989 zählte sie 820 Katholiken.
Die Gemeinde Walburgskirchen kam im Zuge der Gebietsreform am 1. Januar 1972 zur Gemeinde Tann. Am südlichen Ortsrand entstand ein Neubaugebiet.
Sehenswürdigkeiten
Die spätgotische Pfarrkirche St. Walburga entstand im ausgehenden 15. Jahrhundert, der Turm stammt aus dem 13./14. Jahrhundert. Chor und Langhaus können anhand ihrer Stilformen einer Baugruppe zugeordnet werden, die mit dem Notnamen "Meister von Taubenbach" bezeichnet wird. 1882 wurde das Langhaus nach Westen hin erweitert. Der Backsteinbau hat ein Parallelrippengewölbe und ist modern ausgestattet.
Bildung und Erziehung
Walburgskirchen besitzt einen gemeindlichen Kindergarten und eine Grundschule.
Vereine
- Die Freiwillige Feuerwehr Walburgskirchen besteht seit 1884.
- Steinbachschützen Walburgskirchen
- Theatergruppe Walburgskirchen
- TUS Walburgskirchen
Literatur
- Franz Mader: Das Bistum Passau gestern und heute, Bischöfliches Ordinariat Passau 1989